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500 JAHRE LEBEN IM SCHLOSS

ort: schlossmuseum . laubach http://www.schloss-laubach.de/index_museum.htm
eröffnung: april 2003 (dauerausstellung)

thema
bis heute wird das schloss in laubach von den grafenzu solms-laubach bewohnt und bewirtschaftet.
das museum befindet sich im ältesten teil des schlosses (12. jahrhundert). die räume sind grosszügig oder kemenatenhaft, mit fresken bemalt oder verrusst. die wechselvolle geschichte der grafen zeigt deutliche spuren. die gräfliche familie wollte einen ausschnitt ihrer geschichte für das publikum öffnen.
die museumseinweihung und eröffnung des museumsshops waren erste schritte, um schloss und aktivitäten einer grösseren öffentlichkeit zugänglich zu machen. die initiierung einer internationalen opernwerkstatt, die restaurierung der herrenscheune mit grosser küche, ein kleines restaurant sind seither erfolgt. weitere entwicklungen sind geplant.
www.schloss-laubach.de

visuelle:didaktische umsetzung
es gab keine gravierenden restauratorischen eingriffe. die zeit, die hier verstrichen ist, wird durch lichtführung und minimale räumliche veränderung betont.

DIE RÄUME
herrenzimmer und küche werden in ihrer ursprünglichen funktion gezeigt; das bedeutet kargheit und kälte. ein gerade eben von menschen verlassener tisch mit umgeworfenen krügen und einer gross reproduzierten tafeldeckerordnung, umgeben von altem mobiliar evoziert: diese herren und damen haben nicht nur an wertvoll gedeckten tischen sittsam getafelt. etikette und ausstattung (wie sie der/die besucherin heute gerne erwartet) sind spätere errungenschaften des höfischen lebens.
den gesinderaum schmückt heute die ahnengalerie der bisher 18 generationen der grafen  zu solms-laubach. aus konservatorischen überlegungen sind die ölporträts als grossdias reproduziert und in einem über 3 meter langen diakasten ausgestellt. die modernität des mediums vermittelt auch hier: die grafen bewohnen bis heute das schloss. die darstellung  der patrilinearen erbfolge lässt ähnlichkeiten der gründer mit dem heute amtierenden grafen erkennen.
der ehemalige silberturm (schon im ausgehenden mittelalter wurden die schätze hier aufbewahrt) ist mit einem neuen 'schatz' ausgestattet - einem seidenfragment aus dem schrein der heiligen elisabeth aus dem 13. jahrhundert.
ein numismatikraum verweist mit einzelnen münzen und siegeln auf das münzrecht der grafschaft.
bis heute lebt der graf von der forstwirtschaft - so ist dem 'wald' ein eigener raum gewidmet, in dem auf transparente folien gedruckte bäume, die von der decke bis auf den boden reichen, in hellem gegenlicht die anmutung eines sommerwaldes im vogelsberg wiedergeben.
im jagdzimmer ist eine übergrosse vitrine mit gewehren, jagdhörnern und tieren, mit waffenputzzeug und jagdbesteck inszeniert.  ein buntes und lustvolles kreatives chaos, das die freude und aufregung der jagdgesellschaften bis heute widerspiegelt. kinder und erwachsene können spuren entdecken. eine geschichte über den getreuen hund widu, der kinder vor einem angeschossenen keiler rettete, schliesst dieses thema ab.
als verweis auf die schlossbibliothek (ca 80'000 bände) dient das literaturzimmer mit jährlich wechselnden ausstellungsthemen, die von der bibliothekarin selbst umgesetzt werden.