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ENDINGEN-LENGNAU : AUF DEN SPUREN DER JÜDISCHEN LANDGEMEINDEN IM AARGAU

ort: jüdisches museum der schweiz . basel
zeit: september 2007 bis dezember 2008

thema
die ausstellung fokussiert geschichte und alltagsleben der juden im aargauischen surbtal. endingen und lengnau – die sogenannten judendörfer -  gehörten seit dem 18. jahrhundert zu den wenigen gemeinden in der schweiz, in denen sich juden niederlassen konnten.
die organisation des gemeinschaftlichen lebens, aber auch atmosphäre, sitten und das 'einfache leben' werden mit rituellen objekten, kunsthandwerklichen darstellungen und mit tondokumenten bezeugt.

visuelle:didaktische umsetzung
die begrenzte grösse des  neuen ausstellungsraumes im jüdischen museum erforderte eine klare thematische ordnung der themen entlang der wände. ein mäandern oder changieren der themen im raum – wie es im wirklichen leben eigentlich immer geschieht – wurde vermieden.

DIE MITTE
so wird die mitte des raumes lediglich mit einer tisch-vitrine, einem 'geschichtscontainer',  bespielt,       der die rahmenbedingungen des jüdischen lebens in den beiden dörfern dokumentiert.
zentrales dokument ist der schutzbrief aus dem jahr 1776, der die niederlassungsfreiheit der juden auf endingen und lengnau bei baden beschränkt. in vertiefenden ebenen kann man weitere dokumente der politischen geschichte der juden erfahren. ein hörspiel,  das die judendebatte in der schweiz ende des 18. jahrhunderts erläutert, sowie das 'surbtaler jiddisch' sind akustische zeitzeugen.

DIE WÄNDE
visuell dominiert wird der raum von einer textilwand, die mit synagogentextilien die wichtigkeit der synagoge als lebensraum, und durch farbenfrohheit und materialvielfalt auch die atmosphäre einer jüdischen gemeinschaft dokumentiert.
die synagoge als mittelpunkt der jüdischen dorfgemeinschaft wird noch einmal mit der dokumentation der organisation des jüdischen zusammenlebens betont: der grösste und zentralste platz ist ihr gewidmet. rechts und links sind 'schule', 'vereine', 'gemeinde' etc. angeordnet.
dem klar strukturierten gemeinschaftsleben gegenüber erzählt die wand vom alltag die geschichte der feste, des berufslebens und privater erinnerungen mit fotos, briefen und urkunden.
künstlerische darstellungen der dörfer, der synagoge und familiärer szenen (u.a. gemälde von alis guggenheim) runden den einblick in einen kurzen ausschnitt der geschichte der juden in der schweiz ab.