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FASHIONATION

thema
wie kann die zielgruppe 'jugendliche' - ohne anbiedernd zu wirken - vom schweizerischen landesmuseum (slm) angesprochen werden?

überlegung
jedes zeitgemäss und eigenwirtschaftlich planende respektive handelnde museum orientiert sich heute auch am besuchenden und richtet seine planung nach zielgruppen aus. hierbei dürfen die besuchergruppen der zukunft nicht vergessen werden. jugendliche gelten dabei in vielen museen als nicht - besuchergruppe. die schwellenangst dieser zielgruppe soll reduziert werden. die vermittlung spielt hierbei eine wichtige rolle, gerade auch in der darstellung der pr- und marketing-massnahmen. alle diese faktoren sind für das slm, das eine inhaltliche und strukturelle neukonzeption anstrebt, besonders relevant.  

mit diesen überlegungen entwickelte claudia glass während eines praktikums im slm die idee, am vorabend der 11. zürcher street-parade eine modeshow im hof des slm - die 'fashionation' - zu realisieren.

visuelle umsetzung
für die realisierung plante sie einen künstlichen bach, der den laufsteg ersetzen sollte - als sinnbild der limmat, die durch zürich fliesst. 2 riesige led-wände sollten die show übertragen, 3 lifecameras direkt die bilder nehmen, 1 regisseur in einem ü-wagen den schnitt direkt vor ort machen; eine bühne mit life-act-music und dj's, im vorfeld ein video von annelies strba mit ihrem blick auf die streetparade, mimen und artisten sollten einen kontrapunkt zu der show bilden.

organisation und realiserung
claudia glass war externe projektleiterin der fashionation. die textilkuratorin sigrid pallmert, christof kübler, verantwortlich für das 20. jh. und christine marchetto als pr-beauftragte waren slm-interne projektbegleiter.
in zusammenarbeit mit einer modedesignerin, die szenenah arbeitet, entwickelte claudia glass das konzept für show und einen öffentlich ausgeschriebenen wettbewerb. motto: eine junge trendige partymode, die bewusst auf alltagstauglichkeit in schnitt und materialität verzichtet.
aus vielfältigsten einsendungen wurden 11 finalistInnen ausgewählt, die mit je drei outfits ihre visionen für eine 'partyfashion for a happy nation' präsentieren sollten. eine choreographin erarbeitete die show; jedem designer standen drei modelle zur verfügung.
sämtliche für einen grossanlass notwendigen vorbereitungen (bühne, licht, kamera, feuerpolizei, catering, etc.) wurden von claudia glass organisiert. eine jury wurde besetzt, ein konzept für den auftritt des hauptsponsoren erarbeitet.

trotz regen und kälte kamen 1000 besuchende. in der traumhaften kulisse des hofes des slm tanzte, staunte, und erlebte das junge publikum eine spannende show.  gerry hofstetter inszenierte eine lightshow auf die fassaden der gebäude. die breite presseresonanz war durchwegs positiv. das image des slm wurde in bezug auf modernität, jugendlichkeit und ausseinandersetz