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ALLES IM FLUSS – TOUT BAIGNE

ort: museum am burghof . lörrach
zeit: april 2008 -  september 2008

thema: drei flüsse - drei länder
ursprünge, entwicklung  und heutige nutzung der drei rheinzuflüsse wiese, birs und ill
gemeinsamkeiten und unterschiede
ökologische und ökonomische bedeutung für mensch und tier

ziel der ausstellung
umweltkommunikation, umweltbewusstsein, wahrnehmung des direkten lebensraumes

ausstellung als social laboratory
um dem publikum nicht nur vorgefertigte und feststehende inhalte zu vermitteln, wurde ein 'social lab'  initiiert: das publikum wurde in die ausstellungsvorbereitungen eingebunden. parallel  zum vorbereitungsprozess durch das museum und umweltorganisationen, erarbeiteten kinder und jugendliche verschiedener altersgruppen aus allen drei ländern einzelaspekte der historischen, naturwissenschaftlichen und umweltpolitischen themen. aufgabe dabei war, für sie interessante themen zu wählen und so darzustellen, dass andere die eigenen erkenntnisse nutzen konnten.
die ergebnisse dieser arbeitsprozesses flossen sowohl in die inhalte wie auch in den
gestaltungsprozess ein. die ausstellung begann nicht erst mit der vernissage, sondern
war bereits in der vorbereitung als prozess für kinder und jugendliche erfahrbar.

visuelle:didaktische umsetzung
die arbeit in dem 'social lab' bestimmte inhalte und expographie der ausstellung wesentlich mit. kinder aus diversen schultypen und verschiedenen alters wählten geologische, biologische  und kulturhistorische themen. die raumaufteilung orientierte sich an diesen themen und bot zwei eingänge an: das publikum konnte die ausstellung entweder chronologisch, d.h. mit der entstehung der flüsse beginnend, oder aber von der renaturierung, d.h. auf die heutige problematik fokussiert, beginnen. beide eingänge lagen hinter einer sichtblende – der einblick in die ausstellung war durch eine plexischeibe möglich, an deren seitenwänden alphabetisch die namen sämtlicher kinder und jugendlicher geplottet waren.
eine grosse sandkastenanlage, die geflutet werden konnte, machte deutlich, wie wasser landschaft verändern kann. diese anlage war täglich in betrieb. zu führungen wurden überflutungen demonstriert. schiffe, camper  und eine barbiepuppe versanken vor den augen des publikums und konnten wieder ausgegraben und neu positioniert werden.
die von den kindern und jugendlichen erarbeiteten themen wurden zum teil zu klassisch interaktiven spielen weiterentwickelt: eine liste mit lebewesen, die nur in bestimmten ph-wert des wassers leben können wurde zu einem memory umgewandelt. eine waage, aus deren waagschalen das publikum mittels einer angel phantasievoll gestaltete lebewesen holen konnte, bildete das biologische gleichgewicht ab. eine art fischli-weiss-installation symbolisierte die möglichkeiten, die wasser hat, hindernisse zu überwinden. gedichte und geschichten, von kindern und jugendlichen geschrieben und mit konstruierten oder gefundenen objekten gepaart, machten deutlich, wie gross die sorge dieser generation um die zukunft des wassers ist.
ergänzt wurden diese durch kinder geschaffenen interaktiven installationen durch museumsobjekte, die partiell von der entwicklung oder nutzung der flüsse durch menschen erzählten.
durch einbindung des publikums in inhaltliche und gestalterische arbeit war die ausstellung ein publikumserfolg. die multiplikatorenwirkung war enorm. die emotionale und rationale beschäftigung mit den themen hatte – wie eine evaluation ergab – einen nachhaltigen erfolg zumindest bei den kindern und jugendlichen, die mitgearbeitet hatten.