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NEUES LICHT AUF VERBORGENE SCHÄTZE

ort: museum murten . murten www.museummurten.ch
zeit: april bis november 2005

thema
im zuge der neustrukturierung des museums murten wurden soviel objekte wie möglich aus den depots geholt und begutachtet, inventarisiert und fotografiert. die zugehörigen 'geschichten' (herstellung, gebrauch, materialität, eingang ins museum, etc.) wurden mit hilfe der kenntnisse des publikums einzelnen objekten zugeordnet.
ziel war, in einer museologischen ausstellung das publikum an der museumsarbeit teilhaben zu lassen, die kulissen des museums zu lüften und den prozess der museumsarbeit der öffentlichkeit transparent zu machen. damit sollte auch der neue leitgedanke 'das museum murten – ein haus das geschichten erzählt' beim publikum etabliert werden.

visuelle:didaktische umsetzung

HINFÜHREN
im aussenbereich des museums wurde der besuchende durch bauzäune für den veränderungscharakter der museumsarbeit sensibilisiert. an der kasse dienten verschalungsbretter als mitteilungszonen für das publikum.

DIE RÄUME
der erste raum wurde genutzt, um dem publikum die vielschichtigkeit der musealen arbeit an einem objekt zu vermitteln. in einem oktagon mit transparentem stoff bespannt war eine wäschepresse sichtbar. auf jeder seite stand eine frage an das objekt. guckröhren lenkten den blick der besuchenden auf markante stellen der wäschepresse, die die fragen erläuterten (materialität, funktion, schäden, alter etc.). diese fragen dominierten als credo der museumsarbeit auf grossen fahnen den rest des raumes. an den wänden standen archivkisten hinter glas gestapelt, in denen die aktuell geborgenen objekte bis zur ihrer inventarisierung lagerten.
der zweite raum war als schaudepot gestaltet und mit einem computer-arbeitsplatz ergänzt, an dem öffentlich inventarisiert wurde. die gefahr dieser arbeit für mensch und objekt (schimmel und zerfall), die unprätentiöse aufbewahrung in depots (verpackung), die vielschichtigkeit von sammlungen (geologische funde, textilien, gebrauchsgegenstände, fotografien, etc.) und die unterschiedlichen bedürfnisse der objekte  wurden in vitrinen thematisiert.
der folgende raum bot platz für fotografien von den ca. 700 objekten, die im laufe dieser saison inventarisiert wurden. diese wand wurde zu einer neuen ausstellungsfläche, die den diskurs über das original und seine abbildung tangierte. auf einer pinwand konnten die besucherInnen ihren assoziationen zu bild/abbild – objekt/abbild freien lauf lassen (von "wo unterscheidet sich ein gemaltes bild von seiner fotografie?" bis zu "bin ich da abbild meiner mutter?").
die letzten räume behandelten die bereits inventarisierten objekten der sammlung. in einer hörstationen kam die mühle selbst, sowie auch ihr technischer leiter zu wort.
ein wettbewerb bot den besuchenden die möglichkeit, selbst geschichten zu schreiben oder ihre fragen und hilfen zu aufklärung zu  den objekten anzubieten.