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NATURSTATION SILBERWEIDE  - AUSSTELLUNG ZUM NATURLEHRPFAD AM GREIFENSEE
www.silberweide.ch

ort: greifensee  . mönchaltdorf
dauerausstellung: eröffnung august 2005 und april 2006

thema
die greifensee-stiftung realisierte 2005 einen erlebnispfad (planung/ausführung www.nateco.ch). er fokussiert das in der natur gesehene, gerochene, gehörte, gespürte. ergänzend finanzierte sie eine ausstellung, die fünf aspekte des naturerlebnisses auf dem pfad und im angrenzenden naturschutzgebiet thematisiert:

  • HINFÜHREN –
  • NATURGESCHICHTE
  • DAS LEBEN AUS SICHT DER TIERE
  • MENSCH UND SEE 
  • BEDEUTUNG UND VISION DES GREIFENSEES FÜR DEN MENSCHEN
visuelle umsetzung
prämisse für die gestaltung der ausstellung war: an keiner stelle wird die illusion erweckt, man erlebe natur. alle installationen und ausstellungselemente sind künstlich. als durchgängiges material wurde kalt gewalzter stahl gewählt. präparate wurden so inszeniert, dass sie nicht mit dem lebenden original verwechselt werden können.
weiterhin sollten menschliche artefakte grosse bedeutung erhalten, weil sie und die menschliche interpretation der natur bis heute quelle für romantisierende missverständnisse gegenüber der natur sind.
die ausstellung soll selbsterklärend sein, ergänzende booklets bieten vielschichtige informationen.
im aussenbereich sensibilisiert das thema 'HINFÜHREN' für die einzelnen erzählstränge der ausstellung. ein gedicht von conrad ferdinand meyer auf grossen stelen evoziert stimmung und sehnsucht am see.
eine baggerschaufel – deren füllung sich nach jedem regen verändert– symbolisiert menschliche eingriffe in die 'natur'. in einem hohen mit regenwasser, seerosen und spiegelscherben gefüllten becken kann der besuchende sich selbst und die natur erblicken. auf dem weg zur kasse überquert er eine bodenprofilsäule, die die vage idee einer zeitspanne von 30.000 jahren aufkommen lässt.

die NATURGESCHICHTE wird auf den fensterflächen erzählt. auf transparenten folien werden die entstehung des sees, die lebensräume am und im see und die bedeutung des sees für den menschen thematisiert. vor den fenstern kann man transparente rollos herunterlassen, die diese themen vertiefen.
das thema MENSCH UND SEE wird in metallcontainern mit schubladen dargestellt. aussenwände und abdeckplatten werden als 'eye-catcher' genutzt.
dem leben der pfahlbauer ist ein container gewidmet. archäologische funde zu nahrung, jagd und hausbau, sowie eine hörstation bieten dem besuchenden einblick in die früheste dokumentierte nutzung des sees.
ruder, schuh und reifen symbolisieren in einem zweiten container die veränderung der transportwege in und um den see.
von der landwirtschaftlichen nutzung der wiesen um den see erzählt ein dritter container.
der vierte container zeugt  von der fischerei auf dem see, von ersten zeugnissen bis zu einer erzählung des heute noch aktiven fischers.
sehnsüchte, interpretation und nutzung werden mit schauermärchen, badeutensilien, verordnungen oder statistiken des bevölkerungswachstums im letzten container thematisiert.

das leben aus sicht der tiere  wird in zwei interaktiven stationen  thematisiert:
in einem dickicht aus stahlrohr können grosse und kleine menschen die lebenswelt eines hechts erkunden. in einer hörstation erzählt der hecht aus seinem räuberischen leben. frösche, enten und andere lebewesen aus der seewelt beobachten die besucherInnen und wollen entdeckt werden. blühende algen und menschliche rezeptionen der hechtwelt changieren zwischen menschlicher forschungslust und romantischer interpretation. der lebenszyklus des hechts mit exemplarischen lebensbegleitern von der muschel bis zum waschmittel ergänzen den informativen und assoziativen rundgang der besucherinnen.
in einem mechanischen geschicklichkeitsspiel kann der besuchende die unterschiedlichen lebensbedingungen des moorbläulings als larve und als falter nachvollziehen. mit zwei angelruten, an deren enden der moorbläuling einmal als raupe das andere mal als ausgewachsener falter hängt, kann der besuchende über eine landschaft navigieren. berührt er kontaktpunkte, leuchten lampen auf, die gefahren  oder andere besonderheiten in einem moorbläulingsleben aufzeigen.

die eigene BEDEUTUNG UND VISION kann der besuchende in einer kartonbox installieren und damit an einem permanenten wettbewerb teilnehmen. die an der wand befestigten boxen bilden den hintergrund der ausstellung.