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TANZ = KLEIDUNG+KÖRPER+BEWEGUNG

thema
statik und bewegung der körper in tanz und kleidung von 1910 bis 1980

überlegung
jede zeit hat eine unterschiedliche sprache in der mode, im körperausdruck, in der musik und im tanz. es gab zeiten, die politisch und sozial sehr angespannt waren und vielleicht gerade deswegen in tanz und körpersprache einen sehr starken ausdruck suchten. vom tango, der erotik, verführung und macht in schrittfolge und musik setzt, bis zum vogueing, das in den 80er jahren von madonna kreiert wurde, folgen sich verschiedene tänze. textilien, schnitte und farben stehen dabei in direkter korrespondenz zur technik des tanzes.

visuelle umsetzung
claudia glass plante ein postkartenheft mit acht aufeinanderfolgenden motiven. sechs paare, die sowohl vom visuellen casting, als auch von körperlicher kompetenz und leidenschaftlichkeit für den einzelnen tanz geeignet sein mussten, sollten in der gleichbleibenden kulisse eine typische - eingefrorene - schrittfolge ihres tanzes darstelllen. coverfoto war eine gruppenaufnahme der sechs tanzpaare mit der jeweils typischen bewegung. ein barkeeper, der bei allen aufnahmen in der gleichen position hinter der bar steht, gilt als voyeur für alle szenen und gleichzeitig als klammer für alle abgebildetenen zeiten. schlussfoto war ein selbstportrait mit dem damaligen geschäftspartner von claudia glass, michael kehr (castingagentur CIA, frankfurt). die fotografische umsetzung erfolgte in schwarz-weiss, um den blick auf formen und umrisse der kleider und körper zu fokussieren.

organisation und realiserung
in anlehnung an den film 'le bal' (1983) von ettore scola suchte claudia glass gemeinsam mit dem fotografen markus kirchgessner in frankfurt und umgebung eine passende location. eine discothek in wiesbaden aus den 50er jahren bot spannende formen in architektur und ausstattung. dieser raum unterstrich die bewegungen der körper und der kleider.

die darsteller stammten aus der castingagentur CIA von glass/kehr. da die paare sich meist nicht kannten, war die vorarbeit in form gemeinsamer besprechungen sehr wichtig, um disharmonien vorzubeugen. das styling erfolgte aus second hand läden, theatern, privatclubs und privaten kleiderschränken. durch die vorgabe schwarz-weiss mussten die grauwerte der farben und die struktur der stoffe sehr genau aufeinander abgestimmt sein.