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VERRÜCKTE REGIO  EN FOLIE

ort: museum am burghof. lörrach
zeit: 11. november 2004 - 6. märz 2005

thema
woher kommt die fasnacht?
wie alt ist sie?
wie hat sie sich in der regio entwickelt? verändert? angepasst?
welche kostüme werden in der regio genutzt?
was ist den fasnächtlern gemeinsam? was trennt die narren?

visuelle umsetzung
in  14 unterschiedlichen räumen wurden die themen 'fasnacht und religion', 'essenbräuche in der fasnacht', 'figuren der fasnacht', 'sprache in der fasnacht', 'strassenfasnacht', 'vermummung', 'saalfasnacht', 'fasnacht und kunst' und andere abgehandelt.
vor dunklem hintergrund, umrahmt von einem feuergelben band, kamen kostüme, larven und andere objekte des regionalen brauchtums  ohne visuelle ablenkung zur geltung. das dunkel erinnerte an die sonnenarme jahreszeit, in der fasnacht gefeiert und mit verschiedenen feuerbräuchen untermalt wird. punktuelles licht setzte akzente auf farbenfrohe kostüme und liess laternen in ihrer ganzen strahlkraft leuchten.
die texte wurden auf  textilem untergrund in gleicher farbigkeit ( anthrazit und gelb) präsentiert.
nach möglichkeit  verzichtete die ausstellungsmacherin auf vitrinen - unterschiedliche untergründe und erhöhungen signalisierten dem besuchenden: hier darf er gehen, dort ist der raum den objekten vorbehalten. so 'bewegte' sich der zug der musik und der strassenfasnacht auf asphalt, während der besuchende sich auf linoleum lief.
die einzelnen abteilungen waren enstprechend ihrer thematik inszeniert: der organisation der fasnacht war ein kleines büro gewidmet, die religösen ursprünge der fasnacht wurden in einem sakralraum mit kirchenfenstern und sakralen kerzenständern dokumentiert. objekte zur speisenherstellung  wurden auf einem grossen küchentisch neben einem alten ofen präsentiert, werkzeuge zur herstellung der fasnachtsplaketten waren auf einer alten werkbank angeordnet. diese darstellungsform ermöglichte, weitere objekte aus der sammlung in die ausstellung zu integrieren.

mit der produktion von fasnachtsbekleidung, masken oder schnitzelbängg wurde das publikum animiert, sich selbst als 'aktiver fasnächtler' zu probieren. ein album diente der überlieferung von fasnachtsrezepten, in kochbüchern konnte man schmökern, auf sesseln konnte man sich bei einem kaffee einfach nur ausruhen. ein wettbewerb animierte kinder, masken zu basteln und im museum auszustellen. eine prämierung erfolgte am ende der ausstellung.

in einem fasnachtsfilm von früher und heute und in hörstationen konnte der besuchende den nationalen unterschieden von aktiven fasnächtlern in sprache und brauchtum lauschen.